Tagungshotels online News

Montag, 3 November, 2008

Hotelier Willi Finkbeiner ist gestorben

Filed under: Hotels,Personalien,Redaktion — Oliver Decker @ 5:30

Baiersbronn-Tonbach – Er hat die Traube Tonbach auf den Weg zu einem Spitzenhotel Europas gebracht und einst Harald Wohlfahrt als Commis de Cuisine eingestellt: Am Freitag starb Willi Finkbeiner im 83. Lebensjahr.

Hotelier Willi Finkbeiner ist gestorben

Hotelier Willi Finkbeiner ist gestorben

Er brachte Weltruhm nach Baiersbronn
Mit Willi Finkbeiner verbinden sich Erinnerungen an einen großen Unternehmer und Gastgeber, an einen Mann, der in seinen beruflichen Zielen nie stehen blieb, an einen Mann von rastloser Dynamik, ansteckender Begeisterung und großer Lebensfreude bis ins hohe Alter.

Seine Lebensgeschichte ist eine Erfolgsgeschichte. Als dritter Sohn von Heinrich und Franziska Finkbeiner in jenem Haus geboren, das heute sein Lebenswerk als Spitzenhotel darstellt, übernahm der gelernte Bäcker 1954 von seinen Eltern die Traube.

Das inzwischen seit fast 220 Jahren im Familienbesitz befindliche Haus war damals eine Pension mit 15 Fremdenzimmern. Von da an wird die Geschichte der Traube eine Baugeschichte. Finkbeiner rückte nicht von seiner erklärten Absicht ab, die ehemalige Schänke an die Spitze der deutschen Hotellerie zu führen.

Träger des Bundesverdienstkreuzes
Klug, mit wachem Auge und feinem Gespür für Mitarbeiter, baute Finkbeiner die Traube aus. Selten war er mit dem Erreichten zufrieden, ein Stehenbleiben gab es nicht. Er nahm den Gästewunsch auf und setzte ihn behutsam um. Als er 1993 die Traube an seinen Neffen Heiner Finkbeiner und dessen Frau Renate übergab, war aus der früheren Pension eines der führenden Häuser im Land geworden, ein Kur- und Sporthotel mit 175 Suiten und Komfortzimmer; mit einem Gourmetrestaurant Schwarzwaldstube, das sich mit Harald Wohlfahrt aufmachte, die Elite der europäischen Kochkunst zu erobern. Willi Finkbeiner hat mit der Traube vorbildhaft den Stil des Schwarzwaldhotels geprägt, er zählte zu den bekanntesten Hoteliers Deutschlands. Sein Neffe Heiner Finkbeiner: »Willi Finkbeiner hat die Basis für den Erfolg gelegt, den wir heute erleben dürfen. Wir danken ihm mit hohem Respekt und Anerkennung einer großen und verdienten Persönlichkeit.«

Vor 23 Jahren lernte Willi Finkbeiner seine Liebe Monika Bürk kennen und heiratete sie 1994. Willi Finkbeiner war weltgereist und bodenständig zugleich. Er blieb bescheiden, gesellig, unternehmungslustig, der Schwarzwaldheimat verbunden.

Trauerfeier in der Marienkriche
Der damalige Ministerpräsident Lothar Späth anerkannte die Verdienste Finkbeiners mit dem Bundesverdienstkreuz. Der Patron gehörte dem Gemeinderat in Baiersbronn an und beobachtete auch im zunehmenden Alter die Lokalpolitik ebenso interessiert wie er die Entwicklung der Traube verfolgte.

Den freundschaftlichen Kontakt zu Stammgästen wusste er wohl zu pflegen. Mit Willi Finkbeiner starb eine markante Hoteliers-Persönlichkeit, die sich der Freundschaft und des Respekts eines großen Bekanntenkreises weit über das Murgtal hinaus erfreuen durfte. Die Trauerfeier ist am Freitag um 14 Uhr in der Marienkirche in Baiersbronn, die Beisetzung im Familienkreis.

www.traube-tonbach.de

Advertisements
TrackBack URI

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: